Von unerwünschten Frauenfiguren im Literaturbetrieb: Die emanzipierte Muslimin. Ein Erfahrungsbericht von Safeta Obhodjas

Weil es immer aktuell ist:

CulturBooks

Die bosnische Exilautorin Safeta Obhodjas stößt im deutschen Kulturbetrieb auf Vorurteile und Unverständnis. Sie soll die Geschichten über das, was sie erlebt hat, den Marktgepflogenheiten anpassen. Vor allem unerwünscht sind ihre selbstbestimmten muslimischen Frauenfiguren. 

Bei CulturBooks ist der Roman „Die Bauchtänzerin“ von Safeta Obhodjas erschienen, die Geschichte der jungen, talentierten Schneiderin und Designerin Vildana. Sie ist eine Muslimin unter vielen in Bosnien und lebt eine europäische Variante des Islam. Wie emanzipiert und frei sie ist, merkt sie, als sie Bekanntschaft mit einer geflohenen Palästinenserin macht. Ausgerechnet von dieser Frau lernt sie den Bauchtanz, den sie von nun an selbstbewusst und stolz mit ihrer kleinen Tanzgruppe aufführt. Bis sich die politische Situation im Land verändert und Vildanas Familie an Ansehen drastisch verliert. Die neuen Mächtigen setzen die Muslime im Land mehr und mehr unter Druck. Am Ende stehen Massenmorde und Vertreibungen.

Erzählt wird Vildanas Geschichte abwechselnd aus ihrer Perspektive und der…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.329 weitere Wörter

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