Ja, ich verlege. Nein, nicht mich.

Eigentlich wollten wir noch ein wenig warten mit ausführlicheren Ankündigungen, die unseren kleinen eBook-Verlag CULTurBOOKS – Elektrische Bücher betreffen. Wir dachten uns, vor der Leipziger Buchmesse kurz und knapp Meldung zu machen und danach in Ruhe das Programm zusammenzustellen.

Die Pressemitteilung war noch nicht richtig online, schon wurden wir an allen Ecken auf CULTurBOOKS angesprochen. Gute Sache. Da liegen wir also richtig mit dem, was wir machen. Wir freuen uns.

Allerdings gibt es ein paar Punkte, die wir klären möchten, bevor sich etwas Falsches festsetzt. CULTurBOOKS ist nicht mein Verlag. Ich rede nicht umsonst von „wir“. Mein Name ist nur im Alphabet vorne. Wir, das sind Jan Karsten, u.a. Herausgeber von culturmag.de und Redakteur; Kirsten Reimers, Redakteurin, Herausgeberin wissenschaftlicher Publikationen, Mitarbeiterin bei culturmag.de und die Frau, die die alligatorpapiere.de hauptverantwortlich stemmt; Thomas Wörtche, u.a. Literaturkritiker, Herausgeber der Reihe Penser Pulp bei Diaphanes (früher Gründer und langjähriger Herausgeber der global crime-Reihe von metro im Unionsverlag) und ebenfalls Herausgeber von culturmag.de. Und eben ich. Ich schreibe auch bei culturmag.de, was nun langsam erklärt, wieso CULTurBOOKS heißt, wie es heißt.

Die Absicht war also keineswegs, einen Verlag zu gründen, in dem ich mein Selbstgeschriebenes rausbringe, um ein paar Euro mehr einzubehalten und den großen Verlagen zu zeigen, dass ich es auch alleine kann. Ich mag meinen Verlag, und ich mag das Prinzip, als Autorin bei einem Verlag zu sein. Ich habe auch schon mal ausführlich über die Gründe berichtet. Texte ohne verlegerische Betreuung gibt es übrigens auch bei CULTurBOOKS nicht. 

Die Idee hinter CULTurBOOKS – Elektrische Bücher ist eine andere. Wir vier sind, das kann ich wohl so sagen, hoffnungslose Idealisten. Wir glauben an gute Texte. Wir finden, dass Mainstream eine prima Sache und in den Publikumsverlagen super aufgehoben ist. Das sollen andere machen, die das besser können. Wir wollen Texte herausbringen, die wir klasse finden, und auch solche, die in den Großverlagen keine Chance hätten, weil sie zu abseitig, zu kantig, zu ungewöhnlich sind. Wir wollen Texte, die aus verlagswirtschaftlichen Gründen out of print sind, weiter verfügbar halten. Wir wollen einfach gutes Zeug machen. Wir wollen die Buchhandlungen ins Boot holen. Wir werden Veranstaltungsreihen aufziehen. Wir sind gegen die Monokultur im Buchmarkt und gegen den ganzen Me-too-Quatsch. Wir halten Seitenvorgaben für Romane und Aussagen, dass Erzählbände nicht zeitgemäß sind, für groben Unfug.

Wir sind hoffnungslose Idealisten. Ich sagte es schon.

Unser Programm stellen wir Euch bald vor. Wir wünschen uns, dass Ihr mindestens so viel Freude daran haben werdet wie wir.

Und: Freut Euch auf eWald. Aber auch dazu später mehr.

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